Literatur und Kunst in Zeiten des Umbruchs zwischen 1789 und 1848

08.04.2019 10:00 bis 12:00 Uhr
Ort: Heinrich-Fries-Haus, Heilbronn
Rubrik: Kunst, Kultur und Literatur
Kurs-Nr.: 19132
Literaturfrühstück

Eine Folge der franz. Revolution von 1789
war in Deutschland die Suche nach
nationaler Identität: die Gebrüder Grimm
sammeln Märchenstoffe und begründen die
Germanistik, später werden sie aufgrund
ihrer Verfassungstreue in Göttingen ihre
Professuren verlieren.
Achim von Arnim und Clemens Brentano geben
die Liedersammlung „Des Knaben Wunderhorn“
in bewusster Auflehnung gegen die
französische Besatzung heraus. Die politisch-
gesellschaftliche Krise in Deutschland sucht
Heinrich von Kleist einerseits durch eine Rück-
wendung ins Mittelalter zu überwinden, das
„Käthchen von Heilbronn“ entsteht.
Andererseits schreibt er in der „Hermannsschlacht“
offen gegen die napoleonische Diktatur an.
Ebenfalls gegen Fremdherrschaft ist Schillers
Freiheitsdrama „Wilhelm Tell“ gerichtet. Allerdings
gab es auch Literaten, die Napoleon bewunderten:
zu ihnen zählte neben Goethe auch Heinrich Heine.
In der Bildenden Kunst stellt Caspar David
Friedrich seine Figuren bewusst in altdeutscher
Tracht dar als Bekenntnis gegen Napoleon und
für ein geeintes Deutschland und bürgerliche
Freiheiten. Ebenso orientiert sich die Künstlergruppe
der Nazarener im Geiste mittelalterlicher
Gemeinschaftsarbeit an Raffael und Dürer.

Zwei Teile; die Veranstaltungen können auch
einzeln besucht werden.

Teil 2: Mo 8.04.2019, 10 - 12 Uhr

Karin Schmöger, M.A.,
Kunst- und Literaturhistorikerin


Kursgebühr inkl. Kaffee, Brezel

12.00 €
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